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Osteologie

Der Schädel eines Hirschebens mit langen, gebogenen Eckzähnen von schräg vorn fotografiert
Eine geöffnete Schublade, in der neuen Schädel von Raubkatzen zu sehen sind

Die osteologische Sammlung umfasst etwa 2.500 Präparate. Sie basiert zum Großteil auf der Sammlung des Tierbildhauers Josef Pallenberg (1882-1946), die dieser zu Studienzwecken anlegte. Pallenbergs Nachlass setzte sich vor allem aus Schädeln verschiedenster Wirbeltiere zusammen und reicht von kleinsten Nagetierschädeln über Großkatzen und Bären bis hin zu Elefanten und Nashornschädeln. Teils wurden auch ganze Skelette von Pallenberg gesammelt. Pallenberg erwarb dieses Material von Naturalienhändlern oder im Tausch mit Museen. Sie sind deshalb zum Teil auch zoohistorisch interessant. Es existiert eine detaillierte Zugangsliste dieser Objekte im Archiv. Weitere Teile der Sammlung entstammen den Nachlässen von Karl Heinrich Wilhelm Theodor Löbbecke (50 Stücke), wobei es sich vor allem um Jagdtrophäen handelt. 

Der Schädel (inklusive Geweih) eines männlichen Schombuck-Hirsches. Davor liegt ein geöffnetes Skizzenbuch Josef Pallenbergs mit Zeichnungen eines solchen Tieres sowie Fotografien eines Schombuck-Hirsches aus dem Nachlass Pallenbergs.

Die osteologische Sammlung wird stetig durch die Präparation von in Haltung verstorbenen Tieren erweitert und umfasst so inzwischen einen großen Bestand an montierten Skeletten von Fischen, Echsen, Schlangen, Schildkröten, Krokodilen und Amphibien. Diese wurden vor allem zu Ausstellungszwecken bewahrt und mit diesem Ziel präpariert. Aus diesem Grund findet sich in diesem Sammlungsteil eine große Vielfalt an Tieren aus verschiedenen Gruppen (häufig nur ein Vertreter), ohne dass eine weitere Spezialisierung erfolgt wäre. Interessanterweise existieren zu vielen Skeletten auch andere Objekte derselben Individuen: im Falle Pallenbergs sind dies etwa Fotografien und Zeichnungen der noch lebenden oder frisch toten Tiere, Totenmasken, oder ganz in Gips abgeformte Körper. Im Falle der Skelette aus dem Aquazoo Löbbecke Museum sind es teils Ganzkörper-Abformungen oder Häute.

Das 17 Meter lange Pottwalskelett im Foyer des Aquazoo

Teil dieser Sammlung und gleichzeitig größtes Objekt des Instituts ist das 17 Meter lange Skelett eines Pottwals, das in der Eingangshalle des Hauses gezeigt wird. Ein weiteres erwähnenswertes Objekt dieses Sammlungsteils ist der Schädel eines Schomburgk-Hirsches, einer heute ausgestorbenen Art.

Kontakt

Die Sammlung kann nach Anmeldung jederzeit für wissenschaftliche und laienwissenschaftliche Zwecke besucht werden. Wir stellen Ihnen gern Objekte und Fotos derselben für Wissenschaft und Bildung zur Verfügung. In diesen Fällen wie auch für sonstige Anfragen wenden Sie sich bitte an Dr. Stefan Curth. Wir haben immer ein Interesse an der fokussierten Erweiterung unserer Sammlung. Sollten Sie im Besitz von Objekten sein, die für unsere Sammlung von Interesse sein könnten und die Sie uns anbieten möchten, wenden Sie sich bitte ebenfalls an uns!

Dr. Stefan Curth 
Kurator für Sammlung und Ausstellung

0211 – 8996156 stefan.curth@duesseldorf.de
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